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Wächter des Zwielichts ist der dritte Band von Sergej Lukianenkos opulenter, fabelhafter und vielgerühmter Wächter-Reihe.
Wer die Geschichten in Wächter der Nacht und Wächter des Tages nicht kennt, hat wohl kaum eine Chance wirklich in dieses spannende Buch einzusteigen.
Um es kurz zusamenzufassen: Es tobt ein Krieg unter den Anderen, von den Menschen durch das Zwielicht verborgen. Die Lichten – die Guten – gegen die Dunklen. Das unbedingt notwendige Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel hält die Inquisition, jene selbst für die Anderen mysteriöse Organisation.
Wer nun denkt, Wächter des Zwielichts spielt aus der Perspektive eines Inquisitoren, ist auf dem Holzweg. Den kurzen Abstecher in die Köpfe der Dunklen aus Wächter des Tages wiederholt Sergej Lukianenko leider nicht mehr, sondern hält sich konstant im Inneren des lichten Anton auf.
Wie immer bei den Wächtern handelt es sich um drei nur scheinbar in sich geschlossene Geschichten, welche am Ende doch wieder überraschend zusammengeführt werden. Ein Anderer hat einem Menschen das nach Angabe der Experten unter den Anderen unmögliche versprochen: Die Verwandlung in einen Anderen – kein Vampir oder Werwolf, sondern in einen Magier. Anton muss diesen Fall aufklären.
In der nächsten Geschichte ist Anton mit Frau und Kind im Urlaub, stößt dabei aber auf eine mächtige Hexe.
In der dritten Geschichte schließlich geschieht das Unglaubliche und Lukianenkos unberechenbare Gedankengänge umschließen die Gesamthandlung auf spektakuläre Weise.
Alles in allem schließt Wächter des Zwielichts konsequent an die Vorgänger an: Man muss sich beherrschen, es nicht am Stück durchgelesen zu haben. Vielleicht liegt dies auch daran, dass beinahe jeder Satz ein Absatz ist und damit der Band nur scheinbar 450 Seiten umfasst. Wohl aber gründet es sich darauf, dass Lukianenkos Geschichten eine geheimnisvolle, rasante Spannung aufbauen, welche selbst die langen und eher sachlichen Dialoge über die Anderen und die Menschen in spannende Lektüre verwandelt. Man kann einfach nicht aufhören!
Allerdings verbleibt bei mir nach 450 Seiten ein leichter Schimmer der Enttäuschung, so als würde Lukianenko die durch die vorherigen Bände geweckten Erwartungen knapp verfehlen. Auch drängt sich der Verdacht auf, dass Lukianenko Vater wurde, da die Vater-Mutter-Kind Thematik in den ersten beiden Geschichten doch sehr im Vordergrund steht und ein wenig zu breit und harmonisch abgehandelt wird. Dafür entschädigt aber die dritte, zusammenführende Geschichte.
Doch, was solls: Nicht motzen, sondern genießen! Denn einzigartig und genial bleibt Lukienanko auch in Wächter des Zwielichts weiterhin
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